Puh, wir haben es dieses Jahr dann doch noch geschafft ein kurzes Video über unsere Reise nach Vietnam zu schneiden. Längst sind nicht alle Aufnahmen mit drin, vielleicht gibt es ja noch mal einen Teil Zwei.

Viel Spaß bim Anschauen!

 

Hallo ein letztes Mal aus Vietnam. Naja eigentlich sind wir schon längst in Laos aber wir hatten hier bislang eher schlechte Internetverbindungen so dass wir uns erst jetzt um den Blog kümmern können.

Sapa war unsere letzte Station auf unserer Vietnam-Reise. Das Örtchen liegt im Norden an der chinesischen Grenze und ist bekannt für seine Berge und die dazugehörigen Reisterassen.

Von Hanoi aus haben wir uns diemals einen VIP Bus gegönnt, die wohl komfortabelste Art um in Vietnam von A nach B zu kommen, sogar preislich im Rahmen. Uns haben unsere Luxussitze jedenfalls sehr gefallen.

Es gab sogar Snacks zum Frühstück und eine persönliche Empfehlung des Busführers. Warnen wollte er uns vor den Black Hmong Frauen, den Bergfrauen aus der Region die wohl in Scharen am Busbahnhof warten um sich auf die Neuankömmlinge zu stürzen.

Tatsächlich warteten am Busbahnhof pro Bus ca. 20 Frauen in tradioneller Tracht und riesigen Körben auf den Rücken.

Wir haben einfach alles und jeden ignoriert und uns das nächste Taxi geschnappt, waren wir doch froh dass wir einigermassen trocken ins Hotel ankamen. Wobei das Hotel 250 m Luftlinie vom Busbahnhof entfernt ist und uns der Taxifahrer schön verarscht hat. Zum Glück hat Raimund den Preis vorher noch runtergehandelt gehabt.

Ja also Regen gab es in Sapa zur Genüge, von unseren vier Tagen Aufenthalt hat es 2 1/2 Tage geregnet. Gut, wusste man vorher und man war dementsprechend ausgerüstet. Ansonsten hätte man sich in diesem Bergdorf auch mit allen möglichen Trekking-Klamotten eindecken können. An sich ist der Ort übrigens einfach nur hässlich, kalt und nass. So jedenfalls war unser erster Eindruck. Lag vielleicht auch an unserem Zimmer, das war klein, muffig und hatte ein Fenster zum Flur hin…

Für den nächsten Tag buchten wir eine Trekking Tour durch die Reisterassen und wir hatten tatsächlich Glück mit dem Wetter. Sonnenschein und über 25 Grad. Begleitet wurde unsere Tour durch eine Handvoll Hmong Frauen, wir hatten uns nochmal informiert und wussten nun dass die Bergfrauen diese Touren begleiten um am Ende natürlich was verkaufen zu können.

Letztedlich waren wir froh dass die Damen mit dabei waren, denn die anfänglich einfache Wanderung führte uns immer weiter in die Berge und wieder runter, gepaart mit Bächen und schlammigen Untergründen. Carolin konnte teilweise die Hilfe und Unterstützung von gleich zwei Hmong Frauen in Anspruch nehmen 😉 Eine andere Touristen wollte sich nicht helfen lassen, kam von einem Wall ab und sank mit einem Bein 30 cm tief in ein Schlammbett. Samt Wanderschuh versteht sich.

Am Ende des Tages waren wir fix und fertig, die ganze Truppe bestellte sich noch ein Bierchen und die Hmong Frauen zelebrierten Ihre Verkaufsshow. Letztendich haben wir zwei älteren Damen dann was abgekauft, schließlich hatten sie uns den ganzen Tag begleitet und uns tatkräftig unterstützt.

Raimund hatte übrigens seine ganz spezielle Hmong Frau, sie erkannte Ihn immer wenn wir durch die Stadt gingen und es kam jedesmal der vorwurfsvolle Satz: „I saw you at the Bus Station, i said Hello und you said nothing!“. Gefühlte 20 Mal trafen wir diese Frau. Raimund hat sich dann irgendwann bei Ihr entschuldigt dass er sie nicht gegrüßt hatte, gekauft haben wir aber trotzdem nichts bei Ihr 😉

Die letzten beiden Tage haben wir was auf eigene Faust gemacht. In der Nähe von Sapa sollten sich zwei schöne Wasserfälle befinden, wir dann also eines morgens zu Fuss los. Im Hotel hatten wir noch kurz den Weg erfragt.

Eine Stunde später im Dauernieselregen befanden wir uns abseits der Ziviliation, eine halbe Stunde später waren wir auf einmal auf einer riesigen Strassenbaustelle. Wir sind dann einfach nach Navi weitergelaufen und standen 10 Minuten später vor einem geöffnetem Tor. Raimund fragte am Wärterhäuschen, doch die beiden Damen schüttelten nur mit dem Kopf. Entweder konnten die beiden kein Englisch oder wir waren hier total verkehrt. Obwohl wahrscheinlich jeder normal denkende Mensch jetzt gesagt hätte, lass mal lieber zurückgehen und nicht durch das Stacheldraht abgesperrte Gelände welches durch zwei nicht englischsprechende Damen in Uniform „gesichert“ war , zu gehen, entschieden wir uns für Variante 2.  So ist das halt wenn man der Technik vertraut.

Am Wegesrand links und recht hinter großen Zäunen sah man riesige Käfige, die zudem noch offen standen, da wurd einem doch ganz schön mulmig. Am Ende des eigentlich schönen Weges stand ein riesiges Gebäude wo irgendwas mit Ranger drauf stand. Aha, jetzt wurde es einem klar, dass hier muss eine Art Reservat sein und die beiden Typen im Gebäude Förster oder halt Ranger. Wir hatten schon befürchtet dass wir einen Heidenärger bekommen würden wenn wir jetzt hier nach dem Weg fragen, aber die beiden waren ganz locker drauf. Da die beiden leider auch kein Englisch sprachen zeichneten Sie uns den richtigen Weg zum Wasserfall auf. Das hieß nun kompletten Weg bis zur Baustelle zurück um dann irgendwann auf die Landstraße zu kommen. Nach 2 Kilometern Strassenbaustelle waren wir also wieder auf dem richtigen Weg, allerdings sahen wir hier dass die Wasserfälle noch gut 10 Kilometer weit weg waren. Ohne uns – wir sind zurück in die Stadt geaufen und haben uns dort ein Taxi zu den Wasserfällen genommen 😉

 

Wie schon erwähnt hat es uns in Hoi An sehr gut gefallen. Nichtsdestotrotz müssen wir ja auch irgendwann weiter da unser Visum nicht mehr lange gültig ist. Wir haben uns dagegen entschieden noch einen Abstecher in die Kaiserstadt Hue zu machen und haben auch einige schöne Nationalparks links liegen lassen. Ich denke wir werden auf unserer Tour noch genug Möglichkeiten haben Tempelanlagen und schöne Nationalparks zu besuchen. Wir haben daher auch entschieden wieder etwas Zeit aufzuholen und wählten den schnellsten Weg per Flieger nach Hanoi. Hat uns übrigens nur 40 Euro gekostet pro Person.

In Hanoi ist  alles etwas kleiner und überschaulicher als Ho-Chi-Minh Stadt, aber nicht weniger wuselig und chaotisch.

Was auffällt ist dass man hier dem Kommunismus näher stand/steht als im Süden des Landes. Ho Chi Minh persönlich liegt hier aufgebarrt in einem großzügigen Mausoleum. Kurios ist es dass dort den ganzen Tag mehrere Beamte ganz in weiß stehen und das Mausoleum bewachen. Vor dem Eingang ist eine gelbe Linie aufgemalt welche den Mindestabstand zum Mausoleum abgrenzt. Da man nur bis 10 Uhr morgens in das Mausoleum darf wird ab diesem Zeitpunkt jeder Besucher mit Trillerpfeife zurückgepfiffen der auch nur einen Millimeter dieser Linie überschreitet. Wir glauben ja dass man ganz schnell in gewahrsam genommen wird sollte man es wagen bis an die Eingangstür zu laufen. Wir haben es lieber nicht ausprobiert 😉

Die weiteren Sehenswürdigkeiten hat man eigentlich alle an einem Tag abgehakt. Worauf wir uns aber ganz besonders freuten war unsere eintätige Tour in die welberühmte Halong Bucht. Eigentlich ist eine Eintagestour dorthin sehr knapp bemessen, schließlich fährt man mit dem Bus vier Stunden hin und natürlich auch wieder vier Stunden zurück, so dass man für die eigentliche Halong Bucht nur knapp 4,5 Stunden hatte. Wir wollten aber nicht noch über Nacht bleiben da wir bereits unser Hotelzimmer in Hanoi gebucht hatten und Caro die Halong Bucht ja auch schon letztes Jahr besucht hatte. Letztendlich waren wir sehr zufrieden und wir haben eigentlich alles Interessante gesehen. Die Halong Bucht selber, die Fahrt inkl. Lunch auf einer Dschunke, der Besuch einer Höhle und was ganz besonders Spaß gemacht hatte war das Kayaking. Wird garantiert nicht das letzte Mal auf unserer Reise gewesen sein!

 

Hallo,

mittlerweile sind wir ganz im Norden Vietnams angekommen, um genauer zu sagen in Sapa nahe der chinesischen Grenze.

Da wir erst für morgen eine Tour zu den Reisterassen gebucht haben und wir heute bei Ankunft im Sapa mit Regenschauern und wolkenverhangenem Gebirgszügen mit Sichtweiten unter 50 Metern empfangen worden sind, möchten wir das wirklich hervorragende Wifi hier im Hotel nutzen um mal einige Bilder hochzuladen.

Fangen wir doch mit unserem Ausflug nach Da Nang an, diese große und wirklich moderne Metropole liegt 30 Kilometer von Hoi An entfernt. Unser Ziel war aber nicht die Stadt sondern die Lady Buddha Statue und die angrenzenden Pagoden welche sich ausserhalb von Da Nang befinden.  Diesmal emtschieden wir uns auf eigene Faust loszuziehen und auf eine geführte Tour zu verzichten.

Nach dem Frühstück leihten wir uns Räder von unserer Homestay Gastmutter aus und fuhren zum örtlichen Busbahnhof. Dort wussten wir erst gar nicht wo wir unsere Fahrräder abstellen konnten, uns half dann aber eine Strassenverkäuferin die sich natürlich was dazu verdienen wollte. Gut, 10.000 Dong (weniger als 50 Cent) waren hier sicher gut investiert, denn sie versprach uns den ganzen Tag auf die Räder aufzupassen.

Nun hieß es Bustickets zu besorgen, gar nicht so einfach sich mit den Einheimischen zu verständigen wenn diese nicht so oft mit Touristen zu tun haben und daher kaum englisch sprechen können. Hat aber doch ganz gut geklappt, obwohl wir wohl mal wieder mehr zahlen sollten als die Einheimischen.
Gut zwei Euro pro Nase für 30 Kilometer ist für unsere Verhältnisse natürlich trotzdem spottbillig. Auf dem Weg wurde wie bei Busfahrten in Vietnam üblich alles mögliche in den Bus gepackt, Hühner, Enten, undefinierbare Lebensmittel alles wurde mehr oder weniger gut im Laderaum gepackt.

Snapshot_1 Snapshot_2

Wir waren übrigens die einzigen Touristen weit und breit. Da keiner englisch im Bus sprach sind wir einfach an der nächst besten Haltestelle in Da Nang ausgestiegen und haben uns das nächst beste Taxi geschnappt.  Ein Kilometer kostet in Vietnam ungefähr 30 Cent, daher haben wir diese Art von Fortbewegungsmittel auch schon desöfteren gewählt.

So und hier wie versprochen die Bilder.