Guten Morgen,

während wir diese Zeilen schreiben seid Ihr höchstwahrscheinlich noch am Schlafen. Es ist jetzt 11:30 Uhr, wir sitzen auf unserem Balkon in einem wunderschönen Resort in Ubud auf Bali. Jetzt finden wir auch wieder die nötige Zeit euch wieder mit ein paar Berichten und Bildern zu versorgen. Für die nächsten Wochen werden wir nun in Indonesien verweilen und lassen es eher entspannt angehen.

Die letzten Wochen waren wir ja eher mit dem Erkunden von Großstädten beschäftigt.

Von Penang aus ging es mal wieder per Flieger weiter. Fünf Tage in Kuala Lumpur standen vor uns.

Schon der Flughafen wusste zu beeindrucken. Gehört er doch immer zu den Top 10 der Airports weltweit. Alles ist sauber, modern und richtig gut ausgeschildert. Hier braucht man wirklich nicht mehr nach dem Weg fragen!

Der Flughafen ist mehr als 50 Kilometer von der eigentlichen Stadt entfernt. Wir nutzten die günstigste Möglichkeit und sind per (Reise)Bus gefahren. Für 22 Ringgit umgerechnet 5 Euro für beide zusammen ging es somit recht kostengünstig in die City.

Am Hauptbahnhof (Sentral Station) nahmen wir uns ein Taxi zu unserem Hotel. Um die ankommenden Touristen nicht gleich der Taxi Mafia auszusetzen musste man sich an einem Counter ein Taxi Coupon holen. Dort wird man nach dem gebuchten Hotel gefragt um den festgelegten Preis zu ermitteln.

Coupon entgegen genommen und draußen in die Taxi Schlange gestellt. Ging recht flott bis man dann letztendlich im Taxi saß.

Der indische Taxifahrer hat uns dann auch noch einige gute Sightseeing Tipps rund um „unser Viertel“ gegeben.

Unser Hotel lag nämlich richtig zentral, unweit von Chinatown, dem historischen Central Market und ganz wichtig einer Metro- und einer Monorail Station. Zudem ein großer Food Court wo man richtig gut und günstig essen konnte.

Für das „Zimmer“ zahlten wir übrigens nur 11 Euro, bislang das Megaschnäppchen auf unserer Reise. Das Zimmer war allerdings auch nur 6m² groß, kein Fenster, keine Ablage, kein Schrank und nur ein „Futton Bett“, also eine Matratze auf dem Boden :-) Zum Schlafen aber ok, wer braucht schon Luxus…  Der Fussboden wurde letztendlich zum Kleiderschrank :-)

Kuala Lumpur erinnert einen an manchen Plätzen an Dubai, z.b. rund um die berühmten Petronas Towers. In den unteren Etagen ist eine Luxus Mall beherbergt, da mochte man mit Turnschuhen und T-Shirt kaum reingehen. Hier ist alles vertreten was Rang und Namen hat, man kann auch sagen hier gibt es alles was richtig Schotter kostet.  In einer anderen noch größeren Mall entdeckten wir sogar einen Freizeitpark inklusive Indoor Achterbahn. Wirklich verrückt!

Im krassen Gegensatz dazu die chinesischen, indischen und sogar arabischen Viertel. Zum ersten Mal konnten wir auch einen hinduistischen Tempel betreten. War sehr schön auch mal solch einen Tempel zu sehen. Hier darf man übrigens nur barfusss rein.

Auch was das Essen angeht hatten wir genug Abwechslung. Iranisch und indisch Essen geht man in Deutschland ja eher selten. Hier gab es an jeder Ecke tolle Restaurants und das zu vernünftigen Preisen.

Leider blieb uns ein Besuch eines Fussballspiels der Malaysischen Liga verwehrt denn die Liga geht hier erst im Februar los. Gut, Caro fand das jetzt nicht so schlimm, ich fand es sehr schade denn die Malaysier sind fussballverrückt und bei Länderspielen z.B. drehen die Fans völlig am Rad wie man an diesem Video sehr gut sehen kann. Lutz guck dir das an! Dagegen sind Spiele der deutschen Nationalmannschaft wie Opernbesuch. Gähn.

Egal, zumindest konnten wir das kleine Merdeka Stadion von außen begutachten, denn das lag nur wenige hundert Meter von unserem Hotel.

Kuala Lumpur hat uns sehr gut gefallen, hier wirkt alles authentisch und echt, die Menschen sind freundlich und man hier hat dank der vielen verschiedenen Kulturen und Einflüsse eine sehr lebendige Stadt.

Wir haben sehr lange überlegt ob wir auf dem Weg nach Bali noch einen kurzen Zwischenstopp in Singapur einlegen. Viele Budget Reisende lassen Singapur aus Kostengründen weg, gilt die Stadt ja als eine der teuersten der Welt.

Wir haben uns dann doch entschieden für wenigstens 2 1/2 Tage Singapur einen Besuch abzustatten. Wenn man schon mal in der Gegend ist… :)

Tatsächlich hatten wr schon Probleme ein bezahlbares Hotelzimmer zu finden. Nachdem wir sämtliche Hotelbuchungsapps abgeglichen haben blieben am Ende nur Hostels im 12er Schlafsaal oder ein für asiatische Verhältnisse teures Zimmer im „Hotel 81“. Bislang haben wir in Südostasien für ein Doppelzimmer meist unter 20 Euro bezahlt, das Zimmer im Hotel 81 liegt im Rotlichtviertel und kostete dagegen das Doppelte.

Wir entschieden uns dann trotzdem für das 81er. Fürs Übernachten im Schlafsaal mit einem Dutzend anderer Leute bin ich zu alt 😉
Wieder ging es per Flieger, der Flug von Kuala Lumpur nach Singapur dauerte auch nur eine Stunde. Caro hatte in der Nacht zuvor starken Husten, wir mussten deshalb die Nacht durchmachen denn an Schlaf war nicht zu denken. Wir standen dementsprechend gerädert und total fertig am Airport von Singapur.

Wir wollten daher nur noch schnell ins Hotel. Per Metro ging es dann auch zum Glück ganz fix. Schon auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel bemerkten wir wie modern und klinisch rein hier alles ist. Überall hängen Schilder aus: Essen, Trinken, Rauchen und Kaugummi kauen verboten. Wer in der Öffentlichkeit erwischt wird muss saftige Geldstrafen zahlen. Und anscheinend hält sich hier auch jeder dran, es liegt nirgendwo Müll rum, anders als in Deutschland riecht es hier an Bahnhöfen und Tunneln auch nicht nach Urin. Und Kaugummis kriegt man hier tatsächlich auch nur in Apotheken gekauft.

Unser Hotelzimmer war dann übrigens ganz ok. Auf den Strassen rund um unser Hotel standen dann tatsächlich tagsüber schon die Damen, viel kurioser fanden wir aber die vereinzelnt sitzenden Strassenhändler die Kondome, Viagra und andere komische Pillen auf Ihren Decken zum Verkauf präsentierten.  Sehr sehr kurios!

Für die nächsten zwei Tage stand also wieder Sightseeing auf dem Programm. Rund um den Financial District ragt ein Wolkenkratzer neben dem anderen empor. Auf der gegenüberlegenden Seite rund um einen riesigen See das Marina Bay Sands. Wir wissen nicht was dieses Gebäude darstellen soll , im Reiseführer steht jedenfalls dass sich dort oben der höchste Pool der Welt befinden soll. Da kommt man aber nur als Hotelgast rein.

Wir entschlossen uns daher den „Garden by the Bay“ zu besuchen. Ein riesig angelegter Park, bestimmt hat jeder schon mal diese künstlichen Bäume im TV gesehen, diese werden abends beleuchtet und sind wirklich gigantisch anzusehen. Hier nennt man sie Supertrees. Der Parkbesuch ist kostenlos, man kann aber auch für schlappe 250 Euro ein Tagesticket kaufen um sich diverse innenliegende Gärten anzusehen. Das haben wir dann nicht gemacht 😉

Cool war aber die Möglichkeit für wenige Euro auf eine Art Brücke zu steigen die zwischen zwei dieser Bäume hängt. So hatte man einen tollen Überblick und jede Menge Möglichkeiten Fotos zu machen. Es wird einem aber auch schnell schwindelig da oben, denn man hat fast freien Blick unter den Füssen und die ganze  Konstruktion kann manchmal ganz schön wackeln.

Sehr beeindruckend war dann Abends die Musik und Lichtershow, wir hätten es fast verpasst da wir schon auf dem Weg raus aus dem Park waren als die Show anfing. Hatten wir nicht auf dem Zettel 😉 Verschiedene MusikTracks wurden gespielt, dazu passend wechselten die Supertrees ihre Farbe, beobachtet von tausenden Menschen die teilweise auch auf dem Boden unter den Bäumen saßen.

Der nächste Tag war dann nicht so spektakulär da es unenwegt regnete. Da wir tags zuvor in Little India richtig viel Kohle für ein indisches Essen (zwei Getränke ein wenig Salat und Naan Brot für 33 Euro! ) gezaht hatten suchten wir heute ausgerechnet in der Shopping Mall des Marina Bay Sands den dortigen Food Court auf um zu speisen. Und tatsächlich, der Tipp, den wir auf einem Reiseblog gelesen hatten war goldwert. Hier konnte man tatsächlich relativ gut und zu deutschen Preisen essen. Hätten wir in diesem Einkaufsparadies für die eher Gutbetuchten nicht erwartet.

So richtig warm wurden wir mit dieser Stadt aber nicht, wir bevorzugen dann doch eher Städte wie Bangkok oder Kuala Lumpur,auch wenn es dort dreckiger und etwas chaotischer ist. Es ist dort einfach abwechslungsreicher als dieses sterile, fast zu perfekte Singapur. Wer das nötige Kleingeld hat kann hier bestimmt aber auch sehr viel Spaß haben.

Malaysia, Penang, Stadtteil Georgetown.

Noch nie gehört? Ehrlich gesagt wir auch nicht, doch ein Glück haben wir hier auf der Halbinsel Penang doch einen Halt für ein paar Tage gemacht. Wir haben die Straßenkunst an den Wänden von Georgetown ja schon öfter auf Bildern im Internet gesehen, doch wären wir nie auf die Idee gekommen diese in Malaysia zu suchen. Es gibt auf Penang aber noch viel mehr als die berühmte Streetart, da wären zum Einen die verschiedenen Kuturen zu nennen die hier Seite an Seite leben. Da gibt es Ecken wie Little India, gaze Straßenzüge wo es nach indischem Essen riecht und Bollywood Musik in den Straßen schallt, Chinatown, Moscheen, Kirchen, indische und chinesische Tempel, Gebäude im Kolonialstil und Straßenzüge die englische Namen tragen.

MultiKulti in Reinform, hier funktioniert es wunderbar. Wir hatten also relativ viel Abwechslung, wir besuchten die größte Moschee hier (hatten hier sogar einen eigenen Guide der uns alles erklärte) Kirchen und chinesische Tempel, schlenderten durch China Town, fotografierten die berühmten Streetart-Wände, aßen super lecker im indischen Viertel, und ließen uns in einer Rikscha kutschieren.

Es sind mal wieder über hundert Fotos die wir hier hochgeladen haben, sorry für die Menge, glaubt uns wir haben vorher schon aussortiert 😉