Heute ist der 24.03.2016, noch genau zwei Wochen bleiben uns auf dieser Reise.

Wir sind mittlerweile auf Boracay, für alle die noch nie davon gehört haben: Boracay hat den wohl schönsten Strand der Philippinen zu bieten und gehört auch weltweit zu den Top 10 Stränden.
Ich war ja bereits 2014 hier und kann mich natürlich auch noch an die vielen vielen Touristen aus aller Welt erinnern die Boracay so bevölkern. Trotzdem wollte ich unbedingt wieder her und auch Carolin musste ich nicht lange überreden.

Eigentlich wollten wir noch zwei Tage länger auf Siargao bleiben, wir haben die Ruhe dort einfach sehr genossen. Blöderweise hatte ich es aber verplant unseren Aufenthalt im Hotel zu verlängern, so mussten wir bereits Montag morgen auschecken. Ich hatte einfach nicht mehr auf dem Zettel dass diese Woche ja „Holy Week“ ist und sämtliche Hotels in den Meisten Touristengegenden von Einheimischen gestürmt werden.
Günstige Flüge waren kurzfristig auch nicht aufzutreiben, so entschieden wir uns einfach wieder zurück nach Cagayan de Oro zu fahren. Dort würde uns bestimmt eine Lösung einfallen. Gesagt getan, Von unserem Hotel in Siargao ging es mit der Fähre zurück nach Surigao, von dort nahmen wir den Bus nach Butuan, in Butuan stiegen wir in den Bus nach Cagayan.
Wir sind morgens um 09:00 Uhr los und waren abends gegen 22:00 Uhr am Busbahnhof von Cagayan angekommen.
Übrigens hier im Süden von Mindanao agieren verrückte muslimische Rebellentruppen, vom auswärtigen Amt wird sehr oft gewarnt weiter in den Süden zu fahren da es schon sehr oft Entführungen von Touristen gab.
Hier im Norden von Mindanao fühlten wir uns aber niemals unsicher, ganz im Gegenteil, die Locals hier sind immer sehr freundlich, neugierig und hilfsbereit. Als wir aus dem Bus in Cagayan stiegen fragten wir z.B. den nächsten Trycicle Fahrer ob er uns zu unserem Hotel fahren könnte. Kurz überlegte er und musste lachen, gleichzeitig zeigte er auf den Busbahnhof. Wir verstanden zuerst nicht ganz war er uns damit sagen wollte bis schließlich ein zweiter Fahrer kam und uns den Weg zu unserem Hotel zeigte. Das Hotel befindet sich nämlich genau da wo wir auch ausgestiegen waren, also direkt am Busstieg…. Nach so einem lagen Tag hat man einfach Kartoffeln auf den Augen!

Obwohl wir sehr müde waren studierten wir nochmal sämtliche Fugssuchmaschinen im Internet. Und tastsächlich fanden wir einen bezahlbaren Flug nach Boracay. Allerdings von Cebu aus…
Ok, am nächsten morgen ließen wir uns einfach zum Fährhafen fahren und erkundigten uns ob es eine Fähre direkt nach Cebu gibt. Die Meisten Fährunternehmen haben leider keine Webseiten wo man sich hätte schlau machen können.
Wir hatten Glück, 2Go Travel bietet jeden Abend um 23.59 Uhr! Eine Fährverbindung nach Cebu.
Besser kann es nicht laufen, also Tickets gekauft und zurück ins Hotel. Dort haben wir dann noch für einige Stunden rasten können bis es um 22 Uhr wieder Richtung Pier ging.
Es ist übrigens immer wieder kurios dass Überfahrten mit einer Fähre auf den Philippinen fast genau so ablaufen wie bei einem Flug. D.h. Gepäck wird durchleuchtet, man selbst muss durch den Metalldetektor und man muss mit den Tickets zum Check In Schalter. Dann wartet man in einer meist größeren Wartehalle auf das Boarding. An diesem Tag war aber etwas anders als unsere bisherigen Fahrten, denn in dieser Halle warteten ungewöhnlich viele Menschen. Auch waren überall Security Leute mit dicken Schrotflinten unterwegs und Bombenspürhunde wurden durch die Wartenden gescheucht.
Währenddessen plärrte mal wieder irgendwas aus dem Philippinischen Fernsehen aus den alten Boxen, egal wie alt oder marode Gebäude oder Schiffe sind, wichtig ist den Filipinos dass ein möglichst großer Flatscreen zur Unterhaltung montiert ist.
Nachdem dann per Megafonanweisung blockweise die Leute in Busse und Jeepneys gebracht wurden sah man dann warum diesmal so viele Menschen da waren, denn wir wurden zu einem riesigen Schiff gefahren. Mit sowas hatten wir nun gar nicht gerechnet. Das Schiff wurde übrigens nach Papst Johannes Paul II benannt. Na dann kann ja nichts mehr schief gehen.
Wir durften es uns dann in eigenen Schlafkojen gemütlich machen, es war halt leider etwas laut da überall Kinder und Babys kreischten. Caro machte das die Nacht trotz Ohrstöpsel sehr zu schaffen. Ich hingegen habe mit Lärm eher weniger Probleme und konnte fast durchschlafen.
Am nächsten Morgen gegen 09 Uhr sind wir dann im Hafen von Cebu angekommen. Unser Flug ging leider erst abends, wir hatten aber keine Lust mit unserem kompletten Gepäck in der Stadt rumzulaufen, daher entschieden wir uns zum Airport zu fahren, einen ganzen Tag am Flughafen hatten wir schließlich schon auf Bali hinter uns.

Wir zählten also die Stunden bis zum Abflug. Es musste aber natürlich auch heute wieder sein dass sich der Flieger um über eine Stunde verspätete… Shit happens. Macht nichts. Für das Boarding waren mal wieder viel zu viele Leute zuständig, wir zählten 12 Mitarbeiter die die Fluggesellschaft hier einsetzte.
Der Flug selbst dauerte dann keine halbe Stunde  bis wir dann in Kalibo landeten. Dort checkten wir in ein sehr günstiges Hotel ein, denn schließlich waren wir noch nicht am Ziel. Am nächsten Morgen brachte uns ein Van dann nach Caticlan.

Wir zogen uns schon mal dicke Pullis für die ca. 2 stündige Fahrt an denn die Filipinos lieben Ihre Air Condition, je kälter desto besser.

In Caticlan angekommen mussten wir uns nochmals ein Ticket am Hafen kaufen. Hier werden nämlich alle Boracay Touristen per Boot nach Boracay gebracht.
Was mich ein bisschen nervt auf den Philippinen ist das sinnlose Prozedere beim Ticketkauf. Man kauft erstmal das eigentliche Ticket , in diesem Fall an Fenster 1. Dann geht man zu Fenster 2 und bezahlt eine Environmental Gebühr, an Fenster 3 angekommen bezahlt man dann die Terminal Gebühr. An jedem Fenster bekommt man einen Bon oder Schein ausgehändigt. Ich frage ich warum man nicht einfach ein Ticket ausstellt wo alle Gebühren bereits enthalten sind. Dann würde der Ticketverkauf viel schneller von Statten gehen und man spart sogar jede Menge Papier und zwei Mitarbeiter. Aber das ist wahrscheinlich zu deutsch gedacht 😉
Eine kurze Bootsfahrt und ein kurzer Ritt mit dem Trycicle später waren wir dann endlich am Ziel angekommen: Das Paradies!
Hier mal die Orte die wir auf dem Weg nach Boracay passierten:

Siargao –> Surigao –> Butuan –> Cagayan –> Cebu –> Kalibo –> Caticlan –>Boracay

 

Man hätte sicherlich auch nen Direktflug von Surigao nach Caticlan nehmen können, aber dann wären wir um einige hundert Euro leichter und hätten nicht so viel zu erzählen gehabt.
Jetzt genießen wir erstmal die Sonne.

 

Hallo, wir melden uns zurück von der Insel Siargao.
Letzte Woche verließen wir die schöne Insel Camiguin, am letzten Tag konnten wir nochmal auf die Insel Mantigue hüpfen, dazu hier auch die passenden Bilder. Es hieß dann also Abschied nehmen von der Insel Camiguin und den netten Mädels von unserer Unterkunft.

 

Fährfahrten sind wir ja mittlerweile gewohnt und so vergingen die 45 Minuten rüber nach Balingoan auch recht zügig.
Unsere nächste Station, die Stadt Gingoog City war nochmal ca. 1 Stunde Busfahrt entfernt. Normalerweise verirren sich hier eher wenig Touristen, die Meisten fahren weiter nach Butuan um dort in den Bus nach urigao zu steigen und dort das Boot nach Siargao zu nehmen. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Wir entschieden uns aber wie gesagt eine Tag lang in Gingoog zu verbringen, aus dem einfachen Grund weil meine Oma, eine Menge Tanten, Cousins und Cousinen sowie jede Menge Nichten und Neffen von mir hier leben. Wäre ja auch blöd wenn man nicht mal kurz Hallo sagt wenn man schon mal da ist. Ist ja auch schon wieder zwei Jahre her wo ich meine ganzen Verwandten gesehen habe. Sprachbarrieren hin oder her, es war mal wieder schön einen Teil der Familie zu sehen und ganz besonders meine Oma, die sich riesig gefreut hat über unseren Besuch. Mittlerweile sind viele meiner Verwandten in der ganzen Welt verstreut. Manila, Canada, Saudi-Arabien und ein Cousin von mir lebt in/auf Malta, den ich irgendwann mal dort besuchen möchte.

 


Wir verbrachten den Nachmittag also bei meiner Lola (Oma), ehe uns mein Onkel zurück ins Hotel nach Gingoog City brachte. Übrigens das einzige Hotel in der ganzen Stadt. Die Lage des Hotels war mehr als praktisch da der Busbahnhof gleich nebenan ist. Uner nächstes Ziel: Siargao Islands. Wie schon erwähnt nur mit Umsteigen in Butuan und einer Übernachtung in Surigao möglich.
Am nächsten Morgen hatten wir übrigens die Wahl zwischen Jeepney, Bus mit offenen Fenstern und Bus mit Klimaanlage. Hier ist also für jeden Geldbeutel das Richtige Transportmittel dabei. Wir etschieden uns für letztere Variante, für uns „reiche Ausländer“ immer noch sehr sehr günstig so eine mehrstündige Busfahrt im klimatisierten Bus. Für das Fahrtgeld kommst du von Buxtehude vielleicht noch mit der S-Bahn nach Hamburg-Neugraben…
Gegen Nachmittag erreichten wir Surigao, hier mussten wir leider eine Nacht verbleiben da die Fähre nach Siargao nur einmal am Tag fährt.

Siargao Island
Die ersten Tage auf Siargao haben wir ganz entspannt in San Isidro verbracht, so richtig warm mit der Insel wurden wir aber erst im Verlauf der restlichen Woche. Nach drei Tagen in San Isidro wählten wir unsere nächste Unterkunft am Surfer Hotspot Cloud 9 .
Etwas skeptisch waren wir anfangs schon, denn 90% der Touristen hier sind halt Surfer aus der ganzen Welt. Vom Klischee Surfer bis zum blutigen Anfänger ist hier aber alles vertreten, die Leute sind alle sehr entspannt und man kann hier echt die Seele baumeln lassen.
Von daher gefällt es uns hier ganz gut. Auch ich habe mich bereits aufs Brett getraut, für 500 Peso (ca 10 Euro) für eine Stunde zeigte mir mein Surflehrer JonJon die nötigen Basics um die ein oder andere kleine Welle zu reiten. Das sieht immer so einfach aus, aber es ist wirklich nicht so einfach den kompletten Bewegungsablauf hinzubekommen ohne die Balance zu verlieren und gleich wieder vom Brett zu fallen. Und es ist mega anstrengend, vor allem das Paddeln fiel mir richtig schwer und die Arme fühlen sich irgendwann an wie Pudding. Trotzdem macht es einen Heidenspaß, sollte man in seinem Leben auf jeden Fall mal ausprobiert haben.

So wie versprochen hier unsere ersten Bilder unseres Philippinen Aufenthaltes

 

CEBU CITY
Basilica St. Nino Cebu (älteste Kirche der Philippinen) – Fort San Pedro (von den Spaniern gebaute militärische Festung) – Magellans Cross (An der Stelle, wo am 14.04.1521 die erste katholische Messe auf den Philippinen abgehalten wurde, ließ Magellan ein Kreuz aufstellen. )

 

 

OSLOB / CEBU
Schwimmen mit den Walhaien und Tumalog Waterfall

 

 

PANGLAO INSEL BOHOL
Alona Beach – Chocolate Hills – Tarsier Park (Koboldmakis) – Fahrt auf dem Loboc River – Balicasag Island – Baclayon (älteste Steinkirche der Philippinen)

 

 

CAGAYAN DE ORO

 

 

INSEL CAMIGUIN
Soda Spring Pool – White Island – Hot Spring (Warme Vulkanwasserquelle) – Katibawasan Wasserfall – Tuasan Wasserfall – Sunken Cemetery (Friedhof der vom Ozean verschluckt wurde) – Gui Ob Church Ruins (Überreste einer alten Steinkirche)