Puh, wir haben es dieses Jahr dann doch noch geschafft ein kurzes Video über unsere Reise nach Vietnam zu schneiden. Längst sind nicht alle Aufnahmen mit drin, vielleicht gibt es ja noch mal einen Teil Zwei.

Viel Spaß bim Anschauen!

 

Das erste Mal Weihnachten fernab von zu Hause und dann auch noch in der tropischen Hitze von Thailand. Schon irgendwie seltsam so die Wehnachtstage zu begehen, aber wenn wir ehrlich sind ist bei uns trotz der hier wirklich überall geschmückten Fenster keinerlei Weihnachtsstimmung aufgekommen. Natürlich wären wir an diesen Tagen gerne zu Hause um Weihnachten mit unseren Familien zu feiern und uns den Bauch mit Knödeln, Rotkohl und Ente oder anderen Tieren vollzustopfen.

Den Heiligen Abend haben wir uns mit Pizza begnügen müssen, keine schlechte Alternative da die beim Italiener um die Ecke echt lecker war. Unser Hostel in Phuket Old Town (in das wir mittlerweile umgezogen waren) bot übrigens eine eigene Christmas Party an, die haben wir aber sausen lassen weil da nicht wirklich was los war.

Den Tag über haben wir am Strand verbracht, von Phuket Old Town wollten wir mit dem Moped auf die Fähre um 08:00 nach Koh Yao Yai. Eine bisher vom MassenTourismus verschonte Insel, ganz in der Nähe von Phuket. Nachdem wir uns etwas verfahren hatten kamen wir dann doch irgendwie rechtzeitig am Anlieger an wo man uns aber mitteilte dass besagte Fähre heute nicht fährt. Alternative war Moped stehen lassen und um 11 Uhr das Speedboat zu nehmen. Letzteres haben wir dann getan, leider konnten wir so nicht unseren Roller mit auf die Insel nehmen und waren daher nicht mobil. Wir blieben auf Koh Yao Yai deswegen nur am Strand wo sich auch der Anliegepier befindet. Das war schon ganz nett hier und es waren wirklich nur wenige Leute am Strand.

Die Tage zuvor haben wir uns Phuket Old Town angeschaut, hierhin verirren sich auch nur wenige Touristen. Hier ist es im Gegensatz zum Rest der Insel Phuket sehr ruhig, alles läuft gemächlicher und man kann die kleine Altstadt schön zu Fuss erkunden. Man findet Künstlerateliers und alte und bunte portugiesische Häuser die abends schön beleuchtet werden. Zudem gibt es an jeder Ecke nette Cafe’s und wirklich super günstige Restaurants. Hähnchenbrustfilet mit Kartoffelpüree und Salat für zwei Euro, wo gibt es das sonst?

Zudem sind einige Viertel der Stadt chinesisch geprägt, viele Schriftzüge und Tempel zeugen noch heute von den chinesischen Einwanderern. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt auch das kleine weiße On On Hotel. Ehemals ein Budget Hostel welches wunderschön restauriert wurde. Bekannt wurde es durch den Film „The Beach“, die ersten Minuten zeigen Leonardo di Caprio in genau diesem Hotel.

Phuket Old Town kann man sich also durchaus anschauen, nach drei Tagen zogen wir aber weiter und sind gut auf Koh Samui angekommen. Eine weitere Touri-Insel, hier wollen wir es ganz gemütlich die Feiertage und Silvster verbringen. Bilder werden folgen… :-)

Bis dahin einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag!

 

In Nordthailand hatten wir einige schöne Tage, nun hieß es Abschied nehmen Richtung Süden, besser gesagt Phuket.

Mit Zwischenlandung in Bangkok ging es wieder mit der Billig-Airline Thai Lion Air weiter. Leider sind wir kurz vor Phuket in einen Sturm gekommen, der Pilot musste mehrere Male über Phuket kreisen bis eine Landung möglich war. Mit einer Stunde Verspätung sind wir dann auf dem Phuket Airport gelandet. Eine etwas harte Landung auf der klitschnassen Landebahn, dafür erntete der Pilot von allen Passagieren verdienten Applaus. Wir waren dann aber auch erleichtert endlich wieder Boden unter den Füssen zu haben.

Per MiniVan ging es für uns vom Airport zu unserem Hotel in Patong. Schon anhand unserer Mitreisenden im Van konnten wir erahnen welches Reiseklientel uns in Patong erwartet. Touristen mit Rollkoffern :-)

In unseren bisherigen Zielorten sahen wir eher den Rucksackreisenden als den Pauschal-Touristen. In Patong, der Hochburg der Pauschaltouris aus Russland, Südkrea, China und natürlich auch aus Deutschland sind die Backpacker eher eine kleine Minderheit. Gilt die Insel Phuket doch als zu touristisch, zu teuer und zu überlaufen.

Was haben wir dann die Tage so gemacht? Auf jeden Fall haben wir immer lange ausgeschlafen, den Wecker mal nicht gestellt und auch mal bis Mittags im Zimmer rumgehangen. Abends mal eine Massage und ein zwei oder fünf Bierchen in der Bangla Road. Die Party -und Rotlichtmeile Thailands! Irgendwie eine Mischung aus Ballermann und Reeperbahn und das in direkter Strandnähe. Wir haben uns das einen Abend auch mal angeschaut und hier geht wirklich der Punk ab. Eine Bar versucht lauter als die Andere zu sein, Musik dröhnt aus Allen Ecken. GoGo Girls die an Stangen tanzen, Leute die versuchen einen Tickets für PingPong Shows (…)  zu verkaufen, Live Musik, Tattoo Studios, Restaurants mit hunderten Tigerfiguren, Massageschuppen, Ladyboys, Fussballkneipen, Betrunkene weiße Männer mit ThaiFrauen und Familien mit Kindern. All das und noch viel mehr kann man hier in der Bangla Road sehen. Wer auf Phuket feiern will ist hier jedenfalls richtig.

Wir jedenfalls haben auch eine nette Bar gefunden in der eine junge thailändische Band auftrat. Ganz netter Schuppen und das frisch Gezapfte war auch mehr als ok 😉

 

IMG-20151223-WA0000

In einer coolen Bar in der Bangla Road

DSC_4479

Thailändische Tankstelle :-)

Um dem Trubel und den völlig überfüllten Stränden rund um Patong zu meiden mieteten wir und mal wieder einen Roller um ein wenig die Insel zu erkunden. Denn Phuket hat weit mehr zu bieten als Patong. Morgens um acht ging es in den Süden der Insel wo auf einem Berg ein 40 Meter hoher weißer Buddha über die Küste wacht. Leider wird dort gerade gebaut und erweitert. Große Augen machten wir ja dass hier auf der Baustelle 14 jährige Jungs Bagger fahren und ziemlich zierliche Frauen die Eisenarmierung für den Stahlbeton einzogen. Und das bei mehr als 30 Grad…

Die Aussicht auf die umliegende Küste war aufgrund der Bauarbeiten nicht ganz so toll, daher haben wir beim Weg zurück runter ins Tal an einem Café mit netter Aussicht Halt gemacht. Nebenan bot uns jemand Elefantentrekking an, also Reiten auf Elefanten.

Wir sind durch unseren Besuch im Elephant Nature Park ja schon sehr sensibilisert für das Thema, doch hier konnten wir mal mit eigenen Augen sehen wir diese Touristen-Elefanten behandelt werden. Ein Baby-Elefant dient an der Strasse als Fotomotiv, die ganze Zeit natürlich angekettet. Ein anderer Elefant wurde mit Hilfe von Schlägen auf den Kopf mit einer Spitzhacke einen Hügel hinunter gebracht.

Familien hielten mit Ihren Kindern hier an, machten Fotos und sind dann auf den Rücken der Elefanten im Wald verschwunden. Die Tiere sahen alles andere als glücklich aus, das hier die Elefanten sehr schlecht behandelt werden und teilweise offene Wunden hatten störte offenbar niemanden.

Da wir keine Lust mehr hatten uns das weiterhin anzuschauen sind wir weiter., unsere Stimmung war damit erstmal im Eimer.

Fast zufällig kamen wir am Wat Chalong vorbei, einer der größeren Tempelanlagen auf Phuket. Wir haben dann auch noch die richtige Ausfahrt verpasst, man muss sich auch erstmal an den Linksverkehr gewöhnen…

Die Bilder vom Wat Chalong sprechen für sich, wobei wir in Sachen Tempel etwas müde geworden sind, zu viele haben wir schon gesehen. Es werden schon so an die 30 Tempel sein die wir bislang gesehen haben.

Laem Ka Beach stand als nächstes Ziel an, ein „Geheimtipp“ in Sachen Strand.  War wirklich nicht so einfach zu finden, jedoch wurden wir enttäuscht. Am kleinen Strand war baden unmöglich, hier lagen mehrere Schnellboote an , hunderte von Chinesen oder Südkoreanern wurden hier entweder rausgelassen oder wieder eingesackt um zur nächsten Insel zu fahren.

Da es gerade erst elf Uhr morgens war entschieden wir uns den nächsten 7-Eleven anzusteuern, die Nummer Eins in Sachen Supermarkt hier in Thailand. Kurz mit Croissant und Kaffe gestärkt sind wir knapp 60 Kilometer in den Norden gefahren. Eine Strecke die uns endlos vorkam, sogar am Flughafen mussten wir noch vorbei. Nicht ohne Grund, denn unser Ziel war der sogenannte Airport Beach. Hier kann man sich quasi fast auf dem Rollfeld sonnen während die großen und kleinen Flieger über dem Strand landen bzw starten. Gut der Strand war jetzt nicht so dolle, die Flugzeuge so knapp über den Köpfen der Strandbesucher zu sehen war aber schon faszinierend.

Wir sind dann noch bis zum Sonnenuntergang geblieben.

Wir werden jetzt über Weihnachten bis Freitag auf Phuket bleiben, wir haben uns allerdings für die nächsten Tage ein Hostel in Phuket Old Town gesucht, da es hier etwas ruhiger zur Sache geht und die Stadt mehr Charme hat. Bilder folgen noch…

Wir werden zwar noch einen Beitrag vor Weihnachten oline stellen möchten aber jetzt schon mal allen Lieben Daheim ein frohes Weihnachtsfest wünschen!

 

Schon in Laos wollten wir unbedingt mit Elefanten in Berührung kommen. Denn Asien und Elefanten gehören zusammen wie Hafen und Schiffe, leider sind die asiatischen Elefanten in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht. Sie werden zumeist als Arbeits- und Haustiere genutzt oder werden für den Tourismus als Show- und Reittiere gedrillt.

Schon in Laos war uns klar dass wir uns keine Touri-Elefanten anschauen oder gar auf diesen reiten wollten.  Diese Tiere werden angekettet, mit Stöcken und spitzen Gegenständen missshandelt um sie für den Tourismus abzurichten.

Wir hörten vom Elephant Nature Park und sind eigentlich nur wegen diesem Park in den Norden Thailands gekommen. Der Park ist berühmt dafür dass hier misshandelte, kranke und verletzte Tiere aller Art aufgenommen und aufgepeppelt werden.

Der Parkbesuch ist nicht ganz billig, knapp 64 Euro pro Person. Jedoch war es uns das Wert da das Geld direkt dem Park und den Tieren zu Gute kommt. Es gibt zwar noch über ein Dutzend andere Elefantenparks hier in der Region, diese sind teilweise aber auch nicht viel günstiger und werden im Internet auch kritisiert weil der Umgang mit den Elefanten dann wohl doch nicht so toll ist wie in den Hochglanzprospekten dargestellt.

Der Park ist an sich ist wirklich riesig, die Elefanten haben hier ein Riesenareal zur Verfügung. Alles hier macht einen richtig guten Eindruck. Die Elefanten werden zu nichts gezwungen, trotzdem hat jeder Besucher die Chance mal richtig nah an die Tiere zu kommen um sie zu füttern und zu streicheln. Die Elefantenführer (Mahouts) gehen sehr sorgsam mit den Tieren um und man merkt dass die Tiere eine Bindung zu Ihnen haben. Viele der Tiere sind durch Landminen verletzt worden, einige sind sogar blind und andere wurden misshandelt oder weisen Beinbrüche auf. Hier haben Sie eine neue Heimat gefunden und werden medizinisch versorgt.

Wir hatten einen wundervollen Tag im Elephant Nature Park, es war eine großartige Erfahrung.